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Historischer Rückblick Steinhausen ist mit 504 Hektaren flächenmässig die kleinste Gemeinde des Kantons Zug. Seit über 200 Jahren ist Steinhausen eine selbständige Gemeinde. 1798 wurde sie als ehemalige Vogtei der Stadt Zug in die politische Freiheit entlassen. Noch vor 100 Jahren war Steinhausen auch bevölkerungsmässig die kleinste Zuger Gemeinde. Im kleinen Bauerndorf fanden sich anfangs 1900 nur gerade 80 Wohnhäuser und 40 Scheunen. Dafür zählte man rund 4000 Apfelbäume. 1904 wurde die SBB-Bahnstation eröffnet. Seit 1945 wird Steinhausen mit dem Autobus bedient. In den letzten 30 Jahren entstanden die Umfahrungsstrasse, die Autobahn, der Werkhof, die Dreifachturnhalle und viele Überbauungen. Aufgrund der sich anbahnenden Entwicklung erfolgte 1937 der Bau des ersten gemeindlichen Schulhauses. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Unterricht im Kaplanenhaus und im Bürgerasyl stattgefunden. Die steigenden Schülerzahlen verlangten nach immer mehr Schulraum. So entstanden folgende Schulhäuser: 1963 Sunnegrund 2, 1965 Sunnegrund 3, 1969 Sunnegrund 4, 1974 Feldheim 1, 1977 Feldheim 2, 1995 Feldheim 3, 2003 Sunnegrund 5. Das Gesicht von Steinhausen wurde durch das starke Wachstum, welches nach 1958 einsetzte, sehr verändert. Die Bevölkerungszahl betrug vor 200 Jahren rund 500 Einwohner und hat sich von 1950 bis 2010 fast verzehnfacht. Steinhausen, bevölkerungsmässig die grösste zugerische Gemeinde nach den drei Stadtgemeinden Zug, Baar und Cham, beherbergt heute knapp 9000 Personen oder 8 Prozent der kantonalen Bevölkerung. Sowohl bei den Schweizern als auch bei den Ausländern ist in dieser Gemeinde keine eigentliche Wanderungstendenz erkennbar: In einem Jahr sind die Wanderungssaldi positiv, in einem anderen hingegen negativ. Die Entwicklung von Steinhausen verlief jedoch wie in den anderen Gemeinden rasant. |